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Im folgenden finden sie eine Auswahl der Seiten zu Trachten und Dirndl im Internet.
Infos zu Trachten bei wikipedia Der Begriff Tracht (von althochdt. traht(a), mittelniederdt. dracht: das, was getragen wird) wird im Allgemeinen für traditionelle und historische Kleidung oder Teile davon gebraucht. Die Tracht ist ein Kleidercode einer bestimmten Region, eines Landes oder der Angehörigen einzelner Ethnien. Die Berufstracht bzw. Amtstracht, die von die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe zum Ausdruck bringt, stammt aus dem handwerklichen und städtischen Umfeld, während die Volkstracht ihren Ursprung in ländlichen Gebieten hat und eine regionaltypische Bekleidungsform darstellt. Erste bäuerliche Trachten entstanden Ende des 15. Jahrhunderts. Traditionelle Kleidung wurde in vielen Teilen der Welt im Zuge der auch kulturellen und modischen Globalisierung im Alltag bereits weitgehend zurückgedrängt und wird nur noch als Festtagstracht getragen. In anderen Ländern sind die traditionellen Kleidungsstücke heute noch Alltagstracht.
eBay Ratgeber Trachten Als Tracht bezeichnet man heutzutage nicht nur die regionalen, volkstümlichen Trachten, sondern auch Uniformen und Berufskleidung, beispielsweise die Amtstracht von Beamten und Juristen. In diesem Text jedoch soll die traditionelle Volkstracht ausgewählter Gebiete genauer vorgestellt werden.
Die typische Münchener Tracht weist klare Züge der Biedermeiermode auf, zum Beispiel die Ringelhaube, die zu einem kürzeren Rock, einem steifen Mieder und einem so genannten Spenzer, einer Art Jacke, getragen wird. Weitere Accessoires sind bändergeschnürte Schuhe und die bekannten „Kropfketten“, die man meist mit einer Dirndl-Tracht kombiniert. Eine einheitliche bayerische Tracht, wie oft angenommen, gibt es nicht. Vielmehr nimmt diese viele verschiedene Varianten und Formen an.
Die bayerische Tracht wird von Gemeinde zu Gemeinde und Verein zu Verein unterschiedlich definiert. Im Groben unterscheidet man zwischen der Tracht der Schwaben, der Altbayern und der Franken, doch sind wiederum auch diese unterteilt nach den Volkstrachten der einzelnen Orte. Als eines der wohl bekanntesten Gewänder gilt die Miesbacher Tracht, die längst zu einem Symbol für Bayern, ja sogar für Deutschland geworden ist. Sie besteht beim Herrn aus einem melonenförmigen, „Scheibling“ genannten Hut, einem Steghemd, einer Seidenkrawatte oder einem gehäkelten Band sowie einer Lederhose.
Darüber hinaus trägt der Mann eine Joppe mit einem darunter liegenden „Gilet“, das eine Art Weste aus Samt oder Filz darstellt. Bei Damen unterscheidet man nach der Tracht für unverheiratete und der für verheiratete Frauen. Eine nicht verheiratete Frau trägt ein schwarzes Mieder und einen langen Rock aus Seide, der in den verschiedensten Farben gestaltet sein kann. Die verheiratete Frau hingegen trägt ein als „Schalk“ bezeichnetes, festliches Gewand aus schwarzer Seide, das meist mit einem Blumenmuster verziert ist.
Neben der Tracht in Altbayern gibt es die Schwäbische Tracht, die durch einen reich verzierten Kopfschmuck und die militärähnlichen Jacken der Männer besticht. In Franken unterscheidet man zwischen einer Mittelfränkischen Tracht und der Tracht in Unter- und Oberfranken. In Mittelfranken trägt ein katholischer Mann beispielsweise Schnallenschuhe und bestickte Hosenträger.
Bei den Frauen sind die Schnürenkette und Spitzenrad-Haube typisch. Der bayerischen Tracht sehr ähnlich ist die Schlesien-Tracht. Diese setzt sich bei den Damen aus einem Mieder, das über einer weißen Bluse getragen wird, und einem dunklen Rock zusammen. Der Herr trägt eine dunkelfarbene Kniehose, ein langärmliges, weißes Hemd und eine Joppe mit flachen Hornknöpfen. Als Trachtenkleid ansehen kann man neben den ursprünglichen Trachtenformen auch die in Bayern vorherrschende und beliebte Dirndl-Tracht. Dabei handelt es sich um eines der wenigen Kleidungsstücke, das unabhängig von Festen und Feiern tragbar sind.
Infos zu Dirndl bei wikipedia Dirndl ist die bayerisch-österreichische Variante von hochdeutsch "Dirne" und niederdeutsch "Deern", d.h. die Bezeichnung für ein junges Mädchen. Ein von diesen getragenes Kleidungsstück bezeichnet man als "Dirndlgwand". Heutzutage wird der Ausdruck vielfach zu "Dirndl" verkürzt. Bei der traditionellen Landbevölkerung ist er aber immer noch in Gebrauch. Ursprünglich mag der Begriff "Dirndl" eine bestimmte Form der Frauentracht im östlichen Alpenraum bezeichnet haben, aber ab den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde er von der sogenannten Trachtenmode vereinnahmt und bezeichnet nun ein Kleid mit engem, zum Teil tief ausgeschnittenem Oberteil, weitem Rock (dessen Länge mit der herrschenden Mode wechselt) und Schürze, das mehr oder weniger eng an Vorbilder aus der bayerischen Volkstracht angelehnt ist. Angeblich symbolisiert die Schleife, mit der die Schürze gebunden ist, den ehelichen Status der Trägerin: Bindet sich die Trägerin ihre Schleife auf der rechten Seite, so signalisiert sie, dass sie vergeben bzw. verheiratet ist. Eine Schleife auf der linken Seite bedeutet, daß die Trägerin noch zu haben ist. Die Schleife mittig in der Front weist auf eine Jungfrau hin. Ist die Schleife hinten gebunden, bedeutet dies, dass sie verwitwet ist. Je nach Anlass kann ein Dirndl aus einfarbigem oder bedrucktem Baumwollstoff, Leinen oder aus Seide gefertigt sein. Meist ist es einteilig mit Verschluss (Reißverschluss, Haken und Ösen, Druckknöpfe oder Knöpfe, geschnürt) in der vorderen oder hinteren Mitte. Dazu wird eine meistens weiße Dirndlbluse (mit Puffärmeln oder schmalen Ärmeln, lang- oder kurzärmelig) getragen, die nur bis kurz unter die Brust reicht, sowie ein Schultertuch oder ein kurzes Halstuch. Auf Jahrmärkten und Kirtagen im ländlichen Raum genauso wie auf dem Münchner Oktoberfest und anderen großen Volksfesten wird das Dirndl, wie auch die Lederhose, in Bayern und Österreich oft getragen. Gerade in den letzten Jahren erlebte diese Tracht ein Revival und Dirndl und Lederhosen - zum Teil in gewagten Varianten - gelten gerade unter der jungen Bevölkerung als "must".
eBay Ratgeber Dirndl Generell gesehen besteht ein Dirndl aus einem Rock und einem ärmellosen Oberteil, das an den Rock genäht ist. Hierbei differenziert man nach den unterschiedlichen Längen des Rockes und der Art der Verarbeitung des Oberteils. Ein Midi-Dirndl ist ein langes Kleid, das meist im Bereich des Knöchels endet, wo hingegen bei einem Minidirndl der Rocksaum höchstens bis zu den Knien reicht. Das Oberteil kann mit sogenannten Biesen verarbeitet sein, die durch Ziernähte dem Oberkörper eine schöne Form verleihen. So ermöglicht auch ein Miederdirndl durch die übliche Miederschnürung eine schöne weibliche Silhouette, die durch einen tiefer sitzenden Balconett-Ausschnitt noch verstärkt werden kann. Darüber hinaus unterscheidet man auch zwischen einem Sommer- und Winterdirndl. Ist das Sommerdirndl aus leichten Materialien wie Baumwolle und Leinen gefertigt und meist in hellen und frischen Farben gehalten, so besticht das Winterdirndl durch edle Seidenstoffe in eher gediegenen Farbtönen. Zu einem traditionellen Dirndl gehören immer auch eine Dirndlbluse und eine Schürze. Die Dirndlblusen enden, im Vergleich zu gewöhnlichen Blusen, unterhalb der Brust und sind meist mit Spitzen und Puffärmeln versehen. Die Dirndlschürze stellt, ebenso wie die Bluse, ein unverzichtbares Element für die Dirndltracht dar. Im traditionellen Sinn erkennt man an der Weise wie und an welcher Seite die Schürze gebunden wird den gegenwärtigen Familienstand der jeweiligen Trägerin. Trägt die Dame die Schürze rechtsgebunden, so kann man annehmen, dass sie verheiratet ist. Wird die Schürze hingegen auf der linken Seite gebunden, ist die Frau nicht verheiratet. Seit mehreren Jahren hat sich aber auch die mittige Tragevariante des Knotens eingebürgert, die sich im Zuge der vielen neuen Formen des sozialen Zusammenlebens entwickelt hat.
Bedeutung der Dirndlschleifen Angeblich symbolisiert die Schleife, mit der die Schürze gebunden ist, den ehelichen Status der Trägerin: Bindet sich die Trägerin ihre Schleife auf der rechten Seite, so signalisiert sie, dass sie verheiratet, verlobt oder zumindest „vergeben“ ist. Eine Schleife auf der linken Seite bedeutet, dass die Trägerin noch zu haben ist – in früheren Zeiten war dies auch gleichbedeutend mit dem Status der Jungfräulichkeit. Eine hinten gebundene Schleife weist sie als Witwe aus.
Infos zu Janker bei wikipedia Unter Janker versteht man heutzutage eine gerade geschnittene, hüftlange Jacke aus gewalkter Schafwolle, deren Stoffkanten andersfarbig abgesetzt sind. Die Knöpfe dieser Jackenform sind gewöhnlich aus Metall oder Horn. Die Farbe der Jacke ist gewöhnlich grau, grün oder rot. Im Alpenraum werden auch Strickjacken als (Strick-)Janker bezeichnet.
Infos zu Lederhosen bei wikipedia Lederhose ist allgemein die Bezeichnung für eine aus Leder gefertigte kurze oder lange Hose. Größere Verbreitung hat die Lederhose als traditionelle Lederhose, in der Lederszene, als Bikerhose (Schutzfunktion), aber auch als Alltagshose. Die traditionelle Lederhose ist eine Tracht wie sie in den Mitteleuropäischen Alpenregionen getragen wurde (Südliches Oberbayern, Österreich, Schweiz, Norditalien)
eBay Ratgeber Lederhosen Die traditionelle Lederhose lässt sich nach verschiedenen Modellen unterscheiden. Einerseits differenziert man nach diversen Lederarten, zum andern kann man eine Unterscheidung bezüglich der Schnitte und Formen vornehmen.
Die ursprüngliche Kniebundhose ist die Festtagshose unter den Lederhosen. Sie wird vermehrt zu feierlichen Anlässen und in der kälteren Jahreszeit getragen. Dagegen endet die kurze Lederhose, auch „Kurze“ genannt, im Kniebereich. Sie entspricht der heutigen traditionellen Trachtenhose. Eine typische Lederhose besteht aus einem Hosenlatz, der sich von der Schamkapsel des 16. Jahrhunderts ableitete, einer am Gesäß angebrachten, tellerartigen Sattelnaht und einer Stickerei, die den Oberschenkelbereich schmückte. Diese Stickerei besteht meist aus einem Eichen- oder Weinlaub, das mithilfe der Plattstickerei-Technik aufgestickt wird. Ein handgesticktes Laubblatt erkennt man daran, dass das Leder nicht durchstochen ist. Neben diesen Merkmalen haben Lederhosen, die oft auch als „Krachlederne“ bezeichnet werden, vorne einen Latzbund mit Leistl, der zum Öffnen und Schließen der Lederhose gedacht ist. Im Gesäßbereich weisen sie einen so genannten Zwickel auf, mit dem die Bundbreite verändert werden kann.
Darüber hinaus sollte jede Lederhose mit einem Hosenträger versehen sein. Der übliche Hosenträger besteht aus einem Quersattel, der im Brustbereich an die Träger angeknöpft wird, und zeigt diverse Verzierungen wie Wappen und dergleichen, die Informationen über die Herkunft der jeweiligen Tracht geben. Will man sich in einheitlichem Stil kleiden, sollte man dazu Haferlschuhe aus Leder, einen federkielbestickten Ranzen und passende Kniestrümpfe oder zweigeteilte Strümpfe, auch Loferl genannt, tragen. Der Ranzen dient dabei als Gürtelersatz und ist meist aus Pfauenfedern gefertigt.
Nicht ganz der Tradition entspricht hingegen die Sepplhose, die eine kurze Lederhose in Grau mit umgeschlagenen Hosenbeinen ist und mehr als außerbayerische Kinderhose dient. Genauso verhält es sich mit Ledershorts, die allgemein als Freizeitbekleidung zum Einsatz kommen und in den unterschiedlichsten Farben und Formen erhältlich sind.
Neben solchen Leder-Hot-Pants gibt es Hosen, die im Five-Pocket-Stil einer Jeans geschnitten sind, beispielsweise von Miss Sixty, Krawehl oder Arizona und Enjoy, und überwiegend als Motorrad-Lederhose oder im Freizeit- und Erotikbereich Verwendung finden.
Im Vergleich dazu gibt es in Amerika lederne Beinkleider ohne Gesäß, die bevorzugt von Cowboys beim Reiten getragen werden. Diese Lederhosen bezeichnet man als Chaps, abgeleitet vom spanischen Wort „chaparajos“.
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Die bäuerliche Handweberei spielt in der Kulturgeschichte Ostpreußens eine große Rolle. Dennoch blieb sie bis heute ein weitgehend unbekanntes Gebiet. Die in den 20er und 30er Jahren zu Forschungszwecken zusammengebrachten Sammlungen in Königsberg und Berlin fielen dem 2. Weltkrieg zum Opfer, bevor sie auch nur ansatzweise veröffentlicht werden konnten. Die nach 1945 wieder aufgenommenen Forschungen zur ostpreußischen Volkskunde berücksichtigen den Zweig der textilen Volkskunst nur ansatzweise. Insbesondere fehlte es an einer neuen Materialsammlung. Irene Burchert hat in jahrzehntelanger Arbeit Gegenstände und Dokumente zur textilen Volkskunst Ostpreußens gesammelt.
Kleider machen Leute! Ob Sari, Kimono oder Geschäftsanzug: Kleidung vermittelt einen Eindruck der Kultur, Schicht, Persönlichkeit oder gar Religion eines Menschen. Das Kyoto Costume Institute beschäftigt sich mit der historischen, soziologischen und künstlerischen Bedeutung von Kleidung. 1978 gegründet, besitzt das KCI eine der weltweit umfangreichsten und vor allem eine der bedeutendsten internationalen Kleidersammlungen - das Museum organisierte zahlreiche Ausstellungen in aller Welt. Das Kyoto Costume Institute verfügt über eine breite Palette historischer Gewänder, Unterkleider, Schuhe und Modeaccessoires vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, wobei der Schwerpunkt der Sammlung die westliche Damenmode darstellt. Die vorliegende Auswahl exzellenter Fotografien aus den Institutsarchiven, die fachkundig ausgestellte Gewänder an speziell angefertigten Figuren zeigt, macht Fashion zu einer faszinierenden Reise durch dreihundert Jahre Modegeschichte....
Landhausmode ist zugleich modern-phantasievoll und traditionell. Da liegt es doch nah, selbst individuelle Kleidungsstücke und Accessoires zu nähen und zu besticken. Einfache Blusen und Tops können Sie selber nähen oder auch fertige Blusen, Jeans, Kleider, Rucksäcke und Gürtel durch Stickereien in zauberhafte Einzelstücke verwandeln. Die meisten Stickmotive sind im Kreuzstich und in der Nadelmalerei entworfen, so dass Anfänger wie Fortgeschrittene bestimmt die passenden Vorlagen finden. Die Kreuzstichmotive können beispielsweise auch für Gürtel und Bilder oder etwas größer für Taschen oder Jacken umgesetzt werden. Nadelmalereientwürfe wie Stiefmütterchen, Rosen und Gräser eignen sich ausgezeichnet für die Verschönerung von Kissen oder für Stickbilder.
Das Buch "Die Lederhose" steht fast konkurrenzlos da. Der Autor versucht eine volkskundliche Aufarbeitung der Geschichte und Entwicklung der Lederhose, die wissenschaftlich vielleicht nicht immer haltbar ist, jedoch einen akzeptablen Überblick verschafft. Die Abbildungen sind nett anzuschauen, wirken aber manchmal etwa "aus der Hüfte geschossen". Ihr Spektrum reicht vom Schnappschuß bis zur Erotikpostkarte. Ein schönes Bilderbuch, die Anschaffung lohnt sich auf alle Fälle.